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Scanadu Scout
Datum: Dienstag 06 März 2018 11:22:46
Thema: Pressemitteilungen der DEA


Das Geschäft mit der Gesundheit ist im Besonderen für diejenigen lukrativ, welche die Angst vor Krankheiten schüren. Laut einer Umfrage googelt jeder zweite Bundesbürger regelmäßig nach Krankheiten. Und jeder fünfte deutsche Smartphone-Nutzer hat darauf mindestens eine Gesundheitsapp installiert. Manche dieser Apps wirken wie Verstärker – je länger man liest, desto kränker fühlt man sich. Aus Blähungen wird gedanklich eine Glutenunverträglichkeit, vermutet der Benutzer ein Reizdarmsyndrom, mutmaßt er sogar eine Leberzirrhose – bis hin zum Bauchspeicheldrüsenkrebs. Jetzt will man die Zukunft der Medizin nutzen, die – bildlich gesehen – aus einem weißen Kunststoffbehälter besteht, der einen Durchmesser von 5 cm in Form eines Eishockeypucks besitzt. Das Gerät soll unter dem Namen „Scanadu Scout“ angeboten werden, und man kann damit über sein Handy das Herz checken, Headsets durchführen, die Hirnströme messen und mit moderner Technik zum eigenen Arzt werden.

Im Januar 2012 startete die „X-Price Foundation“, eine amerikanische Stiftung, den entsprechenden Wettbewerb. Die Aufgabe bestand darin, ein tragbares Gerät zu entwickeln, das die wichtigsten Körperwerte messen und 15 verschiedene Krankheiten diagnostizieren würde, darunter Hepatitis, Tuberkulose und Diabetes. Der Gewinner sollte US $ 10 Millionen erhalten, finanziert von Qualcomm, einem großen Mobilfunkanbieter aus San Diego. Als Vorbild diente der Tricorder aus Star Trek. Die damalige Utopie könnte in Bälde Wirklichkeit werden. Insgesamt waren 34 Teams angetreten – das aussichtsreichste Produkt stammte von Scanadu, einem kalifornischen Start-Up, das der Belgier Walter De Brouwer (57) vor vier Jahren ins Leben rief. Schon 1999 versuchte er, einen Tricorder zu bauen, doch er scheiterte damals. Die Technik war noch nicht ausgereift genug. De Brouwer behauptet heute, der Scanadu Scout könne die wichtigsten Körperdaten analysieren und an jedes Smartphone senden. Man müsse ihn dazu nur zehn Sekunden lang auf die Stirn richten. Ein Lichtsensor misst dann, wie viel Sauerstoff man einatmet, der Beschleunigungssensor, wie weit sich der Brustkorb beim Atmen hebt, und eine kleine elektrische Platte unter dem Daumen nimmt den Puls ab. Laut De Brouwer soll der Scanadu Scout demnächst für US $ 199 auf den Markt kommen – die letzten Studien laufen. Dann wird die Food and Drug Administration, die US-amerikanische Gesundheitsbehörde, prüfen, ob der Scanadu Scout als Medizinprodukt verkauft werden darf.





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