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Ärztinnen in der Medizin zahlenmäßig weiterhin auf dem Vormarsch
Datum: Dienstag 10 Januar 2017 08:41:37
Thema: Pressemitteilungen der DEA


Die vorliegenden Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die Medizin in vielen Bereichen femininer wird. Betrachtet man den Trend über alle Arztgruppen hinweg, so gab es einen Anstieg des Anteils an weiblichen Medizinern von 37 Prozent in 2005 auf satte 43,2 Prozent in 2014. Auch in den nächsten Jahren wird diese Welle nicht zu stoppen sein. Waren 2012 noch 60,9 Prozent aller Studienanfänger im Fach Humanmedizin weiblich, sind es 2013 bereits 61,9 Prozent gewesen. Laut Kassenärztlichem Bundesverband steigt die Zahl der Vertragsärztinnen langsam, aber kontinuierlich, pro Jahr um 0,5 Prozent. Allerdings gilt zwischenzeitlich die Berechnung, dass zwei Ärztinnen einen männlichen Kollegen ersetzen, weil viele von ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen, vorrangig familiären, nicht bereit resp. zeitlich in der Lage sind, vollumfänglich in derselben Form die ärztliche Tätigkeit auszufüllen wie ihre männlichen Kollegen. Bei niedergelassenen Ärzten ist die Differenz zwar nicht ganz so gravierend, jedoch trotzdem deutlich sichtbar. Demzufolge erwirtschaften Praxisinhaber mit der Behandlung von GKV- und Privatpatienten einen mittleren Jahresüberschuss von 168.800 Euro, bei den Ärztinnen mit Praxis waren es lediglich 104.600 Euro.

Die Erhöhung der Frauenquote ist am deutlichsten in der Gynäkologie. Mit 61,6 Prozent Frauenanteil bei den niedergelassenen Vertragsärzten haben sie im Vergleich zu 2014 um 14,6 Prozent signifikant zugelegt. Dicht darauf folgen die Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und zwar um 6,7 Prozent auf 61,8 Prozent. Um 5,5 Prozent auf 50,3 Prozent steigerte sich der Frauenanteil bei den Hautärzten und auch bei den Kinderärzten liegt er mit 51 Prozent sehr hoch. Im Bereich der Hausärzte beträgt der Frauenanteil immerhin schon 42 Prozent. Bei den leitenden Ärzten ist der Frauenanteil noch immer deutlich geringer. Das liegt erstlinig daran, dass weibliche Kollegen aus den bekannten Gründen nicht bereit sind, sich derartig zeitintensiv in die Medizin einzubringen. Ein Grund, warum der bestehende Ärztemangel - trotz einer jährlichen Steigerung der Zahl von Medizinstudenten - nicht abnimmt, liegt auch an der stetigen Erhöhung des Frauenanteils.





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