DEA Deutsche Eliteakademie

Die DEA: Was ist eine Arztpraxis heute wert?

Wenn Ärzte sich zur Ruhe setzen wollen, ist die Frage nach dem Nachfolger eines der wichtigsten Themen und – damit verbunden – jene nach dem Praxiswert für die abzugebende medizinische Einrichtung. Gleiches gilt für den sich niederlassenden Kollegen; allerdings geht es bei ihm um die Höhe der zukünftigen Verschuldung, die der Erwerb einer Praxis fast immer mit sich bringt.
Die Zahlen sind in den letzten Jahren sehr konstant geblieben; speziell der ideelle Wert einer Praxis ist aufgrund der zögerlichen Nachfrage eher leicht gesunken. Besonders ländliche Regionen in wenig attraktiven Lagen tun sich sehr schwer, überhaupt einen Nachfolger für die ärztliche Versorgung zu finden.

Für die Übernahme einer Hausarztpraxis wird in den alten Bundesländern ein Betrag von durchschnittlich 80 000 Euro fällig, für die neuen Bundesländer liegt dieses Entgelt weit unter 60 000 Euro. Eine Taxilizenz in New York kostet mehr als ein Arztsitz in der Bundesrepublik – das ist sehr bedauerlich.
Im Schnitt verschuldet sich ein niedergelassener Arzt mit einem Betrag zwischen 100 000 und 200 000 Euro, wenn man noch einen entsprechenden Überziehungskredit für die Startphase hinzurechnet. Der Kaufpreis ist bei einer Einnahmenerwartung zwischen 250 000 Euro und 500 000 pro Jahr nicht allzu hoch, zeigt allerdings auch, dass das wirkliche Geldverdienen gerade im Arztberuf – allein auf Kassenbasis – immer schwieriger wird, wenn man die Einkünfte mit denjenigen leitender Manager in der Industrie vergleicht. Hier ist die finanzielle Diskrepanz in den letzten Jahren deutlich größer geworden, auch vor dem Hintergrund, dass sich die Ärzte häufig noch immer nicht daran gewöhnen können, ihre Praxen auch als Unternehmen zu verstehen.
Erst wenn verstärkt liquide Mittel durch Zuflüsse aus anderen Quellen wie IGeL-Leistungen oder Disease- Management-Programme dazu beitragen, die Erlöse deutlich zu erhöhen, wird aus einem Praxisunternehmen ein durchaus lohnendes Geschäft.
Die Deutsche Eliteakademie ist angetreten, interessierten Ärzten Praxismanagement als wichtigen postgradualen berufsbegleitenden Studiengang anzubieten, um mit dazu beizutragen, die Einnahmendiskrepanz zwischen Führungspersönlichkeiten in der Wirtschaft und den niedergelassenen Ärzten in freier Praxis zu reduzieren. Dann wird sich auch
der Wert einer Arztpraxis in Zukunft deutlich erhöhen.


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