DEA Deutsche Eliteakademie

Verbesserte Motorik und höhere Lebensqualität bei der Behandlung von Morbus Park

Verbesserte Motorik und höhere Lebensqualität bei der Behandlung von Morbus Parkinson - Bei einem Symposium im Rahmen des 10. Deutschen Kongresses für Parkinson und andere Bewegungsstörungen beleuchteten Experten die aktuelle Studienlage zu dem neuen Wirkstoff Safinamid und stellten ein Potenzial von Safinamid anhand von Real-World-Cases vor. Neueste Auswertungen sowie Erfahrungen aus der Praxis belegen neben einer sehr guten Verträglichkeit eine hohe Akzeptanz der behandelten Patienten. Wie Prof. Dr. Heinz Reichmann, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie in Dresden, erläuterte, ist die Besonderheit von Safinamid der einzigartige duale Wirkmechanismus der Substanz: Sie hemmt einerseits selektiv und reversibel die Monoaminooxidase B im synaptischen Spalt und erhöht dadurch die dopaminerge Stimulation. Hinzu kommt eine Wirkung auf nicht dopaminerge Systeme – Safinamid normalisiert die bei der Parkinson-Krankheit häufig beobachtete übermäßige Ausschüttung von Glutamat, die mit der Entstehung von motorischen und auch nicht motorischen Symptomen im Zusammenhang steht. Der Patient hat dadurch einerseits eine bessere Beweglichkeit und leidet andererseits weniger unter störenden Dyskinesen, so Reichmann.
Morbus Parkinson (MP) ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste chronische progressive neurodegenerative Störung im Alter, die ein bis zwei Prozent der weltweiten Bevölkerung über 65 Jahre betrifft. Die Prävalenz wird voraussichtlich in den nächsten Jahren aufgrund der Zunahme der Weltbevölkerung und Fortschritten in der Gesundheitsversorgung weiter wachsen, da diese Faktoren zu einer Alterung der Bevölkerung und somit zu einem erhöhten Risiko für die Parkinson-Krankheit beitragen. Die Diagnose von MP geschieht im Wesentlichen anhand der Leitsymptome Muskelsteifigkeit, Zittern sowie Haltungsinstabilität und Bewegungsverlangsamung. Schreitet die Krankheit fort, werden die Symptome gravierender. Patienten im frühen Stadium können leichter mit Levodopa versorgt werden. Levodopa bleibt die effektivste Behandlungsmöglichkeit bei MP, und deshalb werden über 75 Prozent der Patienten mit Levodopa behandelt. Dennoch führt eine längerfristige Therapie mit Levodopa zu ernsthaft einschränkenden motorischen Fluktuationen. Des Weiteren erfahren viele Patienten durch die hoch dosierte Medikation mit Levodopa bei fortschreitender Krankheit unwillkürliche Bewegungen, die als Levodopa-indizierte Dyskinesen bekannt sind. Safinamid hingegen ist ein neuer chemischer Wirkstoff, der zugleich dopaminerge und nicht dopaminerge Systeme beeinflusst. Einerseits sorgt der Wirkstoff für eine selektive und reversible Hemmung der Monoaminooxidase B und verlängert somit die dopaminerge Wirkung, andererseits kommt es durch die Blockade der spannungsabhängigen Natrium- und Kalziumkanäle zu einer Hemmung der Glutamatausschüttung. Klinische Studien haben bestätigt, dass Safinamid eine ausgewogene Kontrolle sowohl nicht motorischer und motorischer Symptome als auch motorischer Komplikationen ermöglicht, die auch langfristig - über zwei Jahre - anhält.

Einstellungen