DEA Deutsche Eliteakademie

Erste Magnesium-Stent-OP im Herzzentrum der Kliniken Dr. Müller in München

Erste Magnesium-Stent-OP im Herzzentrum der Kliniken Dr. Müller in München - In der weltweit ersten Anwendung nach Erteilung der Zulassung durch die europäischen Behörden wurden am Peter Osypka Herzzentrum der Kliniken Dr. Müller in München einer Patientin erfolgreich zwei Stents aus Magnesium eingesetzt. Die künstlichen Gefäßstützen stellen die Durchblutungsfähigkeit von verengten Herzkranzgefäßen dauerhaft wieder her und werden dann innerhalb eines Jahres vom Körper vollständig abgebaut. In 2016 hatte der deutsche Hersteller Biotronic nach fast 20-jähriger Entwicklungsarbeit das für den Einsatz notwendige CE-Zeichen erhalten. Vorausgegangen war eine kontrollierte Zulassungsstudie unter Beteiligung mehrerer Münchner Herzzentren. Die bislang eingesetzten Stents sind in der Regel aus Edelstahl, Kobalt-Chrom oder Kobalt-Nickel und verbleiben dauerhaft im Körper.
Die 71-jährige Patientin litt nicht nur an einem verengten Herzkranzgefäß und hatte damit ein hohes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sondern auch an Allergien in Bezug auf die Implantation üblicher Metallstents. Das ist kein Einzelfall – seit fast zwei Jahrzehnten versuchen deshalb Forscher auf der ganzen Welt, Stents zu entwickeln, die das Gefäß nur solange stützen, bis es regeneriert ist und die in der Folge vom Körper vollständig resorbiert werden. Ein großer Vorteil für den Patienten besteht darin, dass er dann vollständig geheilt ist und keinen Fremdkörper mehr in der Brust trägt. „Stents retten Leben, aber noch besser ist es, wenn diese Lebensretter nach getaner Arbeit auch wieder aus dem Körper verschwinden“ – führte Prof. Dr. Thorsten Lewalter, Chefarzt am Peter Osypka Herzzentrum in München aus. „Diese Vorteile müssen allerdings noch in zukünftigen Studien bewiesen werden!“

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